Filmfestival im SchanzenKino73

Freitag, 16. November 2018 I 17 Uhr

im SchanzenKino73 I Schulterblatt 73 I 2. Etage I www.schanzenkino73.de

»LOST IDEALS«

Eine Tanz-Performance von Cheli Mula und Birgit Dunkel

1968, eine Jugend begehrt auf: der Wunsch nach Freiheit, Gleichberechtigung und kreativer Entfaltung drückt sich in radikal neuer Musik, im Tanz und der Mode aus. Andere Lebensformen werden ausprobiert, und die alten autoritären Strukturen werden abgelehnt. Der Kampf der Jugend gegen das Establishment bewirkt kulturelle und gesellschaftliche Veränderungen. Aber nach 20 bis 30 Jahren geht der Schwung verloren, die Gegenkultur wird integriert und gerät zum Konsumgut, die beliebig konsumiert werden kann. Davon handelt die musik- und tanzhistorische Zeitreise der »Lost Ideals« Performance, die 1994 als 1.Performance im Rahmen der Ausstellung »Made in Hamburg No 4« im Kunsthaus Hamburg aufgeführt wurde

Laufzeit 20 Minuten

Veranstaltung 1
Freitag,
16. November 2018
im SchanzenKino73

Veranstaltung 2
Samstag,
17. November 2018
im Saal II

Veranstaltung 3
Sonntag,
18. November 2018
in der Roten Flora

»SKILLS (Camilla Fehér & Sylvi Kretzschmar): Field«

Die Performance FIELD widmet sich der Überwachung der Allgemeinheit durch Geheimdienste welche sich zwar im Dunkeln bewegen, jedoch reale Auswirkungen auf uns alle haben können.

Laufzeit 10 Minuten

Kamera und Schnitt: Svenja Baumgardt

ECCE HOMO

»Das Original - Die Zerstörung - Die Kopie«

DVD, 25 Minuten, Farbe

Ein Film von Sattar Abbas über die Installation von H.D. Rühmann in der Ruine der Hamburger Nikolaikirche. Das größte Kunstwerk, das die Stadt Hamburg je gesehen hat: 1993: Ein nackter Mann legt sich auf einen Photokopierer und wird so groß kopiert, daß er kopfüber vom Kirchturm hängen kann.

»GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN/QUARTETT/9/11«

Ein Performancefilm von Birgit Dunkel und Svenja Baumgardt

Dieser sprachgewaltige Schlagabtausch, in dem mit Worten so scharf geschossen wird, wie in einem tödlichen Duell, bildet die Matrix für die gleichnamige Performance, die im Hamburger Aktionsraum 2025 stattgefunden hat. »Gefährliche Liebschaften« – der skandalöse Briefroman aus dem 18.Jahrhundert wurde zur Vorlage von Heiner Müllers Theaterstück »Quartett«: Die vorrevolutionäre Salon-Intrige thematisiert das Feld der Sexualität als Macht- und Ränkespiel in einem schwarz-grau-weißen Bunker der Zukunft. Die Akteure haben den realen Habitus von Selbstmordattentätern – sie zelebrieren wortreich und schleichend ihren eigenen Untergang.

* Bildcredit

* Bildcredit

»Ecce Homo« 1993, Installation von H.D. Rühmann, in der Ruine der Hamburger Nikolaikirche. (Foto: Christa Kujath)

»VOLKER BRADKE, 1966«

14 Minuten Stummfilm von Gerhard Richter, 1966

Über den Film des bedeutendsten deutschen lebenden Künstlers etwas zu schreiben wäre verkehrt – man sollte diesen Film vom Künstler selbst gesehen haben statt den aktuellen Kinofilm über ihn…



»MEGAFON-CHOR«

10 Min. Abschnitt aus Rasmus Gerlachs neuem Dokumentarfilm

»Sankt Paulis Starke Frauen – Reeperbahner*innen«

»RADIOBALLETT – ZERSTREUTE ÖFFENTLICHKEIT«

Deutschland 2003, 12 Min., Betacam SP, Farbe

Dokumentarfilm von Maren Grimm, Olaf Sobczak, Christina Witz

Trotz des offiziellen Verbots der Bahn AG waren über 400 Menschen der Einladung zur "Übung im nichtbestimmungsgemäßen Verweilen" gefolgt. Die TeilnehmerInnen des Radioballetts, das über das Lokalradio übertragen wurde, sollten am Bahnhof Gesten machen, die normalerweise dort verboten sind, wie z.B. das Hinsetzen auf den Fußboden oder die "Bettelgeste", das Aufhalten der Hand. Eineinhalb Stunden lang dauerte diese Choreografie, in der die TeilnehmerInnen die Grauzone zwischen erlaubten und verbotenen Gesten erprobten.

»PLATZ DER UNBILLIGEN LÖSUNGEN – GEZI PARK FICTION«

Von Svenja Baumgardt

Am 13.9.2014 kam es auf dem Gelände des Parkfiction in Hamburg zu einer Diskussions und Performanceveranstaltung zum Thema: How to arrive to stay, das Europa der kommenden: also dem Schicksal von Geflüchteten, den mit am schwächsten Mitgliedern unserer Gesellschaft ... dabei war u.a das Schwabinggradballett.